Das Aktionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“

Die Bundesregierung setzt sich mit einem Aktionsprogramm für die Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ein. Die Initiative „Stärker als Gewalt“ ist einer der Schwerpunkte.

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Deutschland hat 2017 die Istanbul-Konvention ratifiziert. Diese verpflichtet alle staatlichen Ebenen, gewaltbetroffenen Frauen den Schutz und die Unterstützung zu gewährleisten, die sie brauchen. Darüber hinaus verpflichtet die Istanbul-Konvention auch zur Prävention weiterer Gewalt. Das Aktionsprogramm setzt diesen Auftrag um.

Die Schwerpunkte sind:

  1. Der Runde Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“: Er bringt regelmäßig die Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Ziel ist, gemeinsam die bestehenden Hilfsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und auszubauen.
  2. Das Bundesförderprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“: Das Bundesfrauenministerium plant, in den kommenden vier Jahren mehr als 120 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Gefördert werden der Aus-, Um- und Neubau, die Sanierung und der Erwerb von Hilfseinrichtungen. Profitieren hiervon sollen insbesondere gewaltbetroffene Frauen, die es bislang schwer haben, Schutz und Unterstützung für sich und ihre Kinder zu bekommen. Außerdem fördert das Bundesprogramm Modellprojekte wie E-Learning-Angebote bei der Qualifizierung von Fachkräften oder Sicherheitskonzepte gegen digitale Gewalt.
  3. Die Initiative„Stärker als Gewalt“: Sie ist Teil des Bundesförderungsprogrammes. Die Initiative sensibilisiert die Öffentlichkeit für das Thema Gewalt an Frauen und macht die Hilfsangebote weithin bekannt.

Auch Männer sind von Gewalt betroffen. Für sie gibt es Unterstützungsangebote, die auch durch das BMFSFJ gefördert werden. Dazu gehört maennerberatungsnetz.de, eine Website des Dachverbands Bundesforum Männer. Die Website bündelt Beratungsangebote für Männer, unter anderem zum Thema Gewalt und bietet Hilfe bei der Suche nach Beratung und Unterstützung für Jungen, Männer und Väter.

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