Stärker als Gewalt am Arbeitsplatz

Wir sind stärker als Gewalt! So setzen Arbeitgeber ein Zeichen gegen Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

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Kein Platz für Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Jede 11. erwerbstätige Person hat in den vergangenen drei Jahren sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. 41 Prozent der Frauen erleben aktuell sexistisches Verhalten am Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

Mit einer deutschlandweiten Aktion will die Initiative „Stärker als Gewalt“ Arbeitgeber und Beschäftigte ermutigen, Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu erkennen, hinzusehen und Übergriffen wirksam entgegenzutreten. Denn Belästigung am Arbeitsplatz und sexualisierte Gewalt geht alle an. Arbeitgeber sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verpflichtet, ihre Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen.

Jede und jeder kann betroffen sein – Frauen, Männer, diverse Beschäftigte. Die klare Botschaft: Sexismus, sexuelle Belästigung und Gewalt haben in unserem Unternehmen keinen Platz! Auch bei Anzeichen für Gewalt zuhause stehen wir Betroffenen zur Seite.

Auch in der Corona-Pandemie bleibt sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz ein Thema. Die Pandemie hat in der Arbeitswelt vieles verändert. Sie hat zu großen Belastungen für viele Beschäftigten durch Kurzarbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung zuhause geführt. Viele Unternehmen und Institutionen können nun nach und nach wieder in einen Normalbetrieb übergehen, das Homeoffice wird aber vielerorts gleichermaßen fester Bestandteil der Arbeitskultur bleiben. Beschäftigte in allen Arbeitsplatzkonstellationen vor Sexismus und sexueller Belästigung zu schützen, ist dabei eine besondere Herausforderung.

So können Arbeitgeber die Aktion unterstützen

Die Initiative „Stärker als Gewalt“ will Arbeitgeber und Führungskräfte darin bestärken, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Sexismus, sexueller Belästigung und Gewalt zu schützen – egal ob an der Kasse, im Büro, in der Videoschalte oder zuhause.

Mit einer klaren Positionierung können Arbeitgeber jetzt ein Zeichen setzen: Wir sind stärker als Gewalt!

Machen Sie mit! Vorlagen finden Sie nachfolgend direkt zum Download: Ob als Banner auf digitalen Kanälen, als digitale Stele in der Werkshalle, als Aufkleber in Waschräumen oder als Tablettaufleger in der Kantine – machen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Initiative „Stärker als Gewalt“ und ihre Website aufmerksam. Dort sind Informationen, Tipps und Hilfe zu finden. Für Ihre interne und externe Kommunikation steht ein umfangreiches Aktionspaket mit digitalen Vorlagen und weiterführenden Informationsmaterialien zur Verfügung. Auch erhalten Sie Anregungen und Praxisbeispiele für weiterführende Maßnahmen am Arbeitsplatz. Bitte wenden Sie sich dafür an initiative(at)staerker-als-gewalt.de.

Mit der Erklärung „Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung“ bekräftigen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Sexismus und sexualisierte Gewalt in all ihren Erscheinungsformen zu verhindern und zu beenden. Am 26. Oktober haben Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht, Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Carola Unser, Intendantin des Landestheater Marburg, Claudia Hartwich, Senior Director Human Resources und Mitglied der deutschen Geschäftsleitung von Microsoft und Schauspielerin Ursula Karven die Gemeinsame Erklärung öffentlich erst-unterzeichnet. Werden auch Sie Teil des Bündnisses und unterzeichnen Sie mit Ihrem Unternehmen die Gemeinsame Erklärung gegen Sexismus und sexuelle Belästigung unter www.dialogforen-gegen-sexismus.de.

Die Handreichung „Gemeinsam gegen Sexismus“, die von der EAF Berlin in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde (Kurz- und Langversion), bietet Informationen und Anregungen zum Umgang mit der Thematik.

Wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wirksam bekämpft werden kann, diskutierten Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht (links) und Schauspielerin Ursula Karven am 21. September 2021 bei einem fachlichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Gewerkschaften.

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Stärker als Gewalt

Jede 11. erwerbstätige Person hat bereits sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz erlebt. Arbeitgeber und das Umfeld sind gefragt, dagegen vorzugehen.

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WIR UNTERSTÜTZEN „STÄRKER ALS GEWALT AM ARBEITSPLATZ“

  • Inga Dransfeld-Haase, Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), Direktorin People & Culture BP Europa SE

    Inga Dransfeld-Haase, Präsidentin Bundesverband der Personalmanager, Direktorin People & Culture BP Europa SE

    „Der Arbeitsplatz muss ein sicherer Ort sein. Gewalt hat in der Arbeitswelt keinen Platz. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität.“

  • Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

    Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

    „Gewalt ist nie eine Lösung, auch nicht in der Arbeitswelt! Jeder Betrieb kann schon mit kleinen Schritten den Schutz der Beschäftigten stärken. Dafür sind klare Regeln und Sanktionen wichtig.“

  • Logo Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

    Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

    „Wir Arbeitgeber treten für ein gewaltfreies Arbeitsumfeld ein. Was wir als Gesellschaft brauchen, sind noch mehr sichtbare Projekte und positive Erfahrungsberichte, um den Kulturwandel zu beschleunigen.“

Gemeinsam sind wir #StärkerAlsGewalt

Logo Bundesverband der Personalmanager (BPM)
Logo Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Logo Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)