Info-Kampagne rückt digitale Gewalt in den Fokus

Digitale Gewalt im Netz ist ein Problem, das die gesamte Gesellschaft angeht. Personen, die andere öffentlich herabwürdigen, bedrohen und belästigen, sorgen für eine feindselige und aggressive Stimmung im digitalen Raum – und sie begehen oft eine oder mehrere Straftaten. Denn das Netz ist kein rechtsfreier Raum.

Hier ist Handeln gefragt: Eine aktuelle Kampagne veranschaulicht, wie jede und jeder gegen digitale Gewalt aktiv werden.

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Gemeinsam gegen digitale Gewalt handeln

Ein sexistischer Kommentar unter dem Facebook-Post, Drohungen per E-Mail, Mobbing in der Messenger-Gruppe: Bei digitaler Gewalt greifen Täter und Täterinnen online an – per Chat, E-Mail oder in sozialen Netzwerken. Besonders häufig sind Frauen und Mädchen betroffen. Studien zufolge hat jede zehnte Frau über 15 Jahren bereits eine Form von digitaler Gewalt erfahren.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie weit verbreitet digitale Gewalt und Cybermobbing tatsächlich sind und dass sie eine Vielzahl von Formen annehmen können: Beleidigungen, heimliches Fotografieren, das Zusenden unerwünschter pornografischer Bilder und Aufnahmen, wie Dick-Pics, bis hin zu digitaler Überwachung und Identitätsdiebstahl. Gewalt im Netz wirkt sich auf die gesamte Lebenssituation der Betroffenen aus. Die Bedrohung ist real und hat reale Konsequenzen. Betroffene sind ebenso wie Zeuginnen und Zeugen oft unsicher, was sie gegen die Angriffe unternehmen können und wer sie dabei unterstützt.

Vor diesem Hintergrund startet die Initiative „Stärker als Gewalt“ eine Aufklärungskampagne gegen digitale Gewalt, die auf das Ausmaß des Problems aufmerksam macht – dort, wo sie passiert: im digitalen Raum. Die Kampagne informiert über Formen digitaler Gewalt und will Betroffene ebenso wie ihr Umfeld dazu befähigen, sich gegen die Täterinnen und Täter zur Wehr zu setzen. Ein kurzer Film sowie Kampagnenmotive in sozialen Medien veranschaulichen, wie digitale Gewalt plötzlich zu einer realen Bedrohung im Alltag wird. Sie zeigen, dass die Angriffe jede und jeden treffen können und greifen den Moment der Unsicherheit auf: Wie lässt sich das stoppen? 

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Stärker als Gewalt

Jede zehnte Frau hat bereits eine Form von digitaler Gewalt erfahren. Aber nur wenige sprechen darüber.

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Mit konkreten Tipps und Kontaktadressen zu Fachberatungsstellen möchte die Kampagne erreichen, dass mehr Menschen gegen digitale Gewalt aktiv werden. Denn die Angriffe hören fast nie von allein auf. Für Betroffene ist es wichtig zu sehen: Die Mehrheit schweigt nicht zu öffentlichen Angriffen, die Gesellschaft positioniert sich klar gegen jede Form von digitaler Gewalt.

Dazu kann jede und jeder in den sozialen Medien beitragen. Unter einem Facebook-Post steht ein beleidigender Kommentar? In der WhatsApp-Gruppe des Sportvereins äußert sich jemand sexistisch? Wer dagegen Position bezieht, zeigt sich aktiv gegen digitale Gewalt und macht andere darauf aufmerksam. Betroffene und ihr Umfeld können sich bei digitaler Gewalt an eine Fachberatungsstelle wenden, Inhalte auf Plattformen und in den sozialen Medien melden oder die digitalen Angriffe bei der Polizei anzeigen.

Bei digitaler Gewalt ist Handeln gefragt – von allen. Damit sich jeder Mensch ohne Angst in der digitalen Welt bewegen kann. Damit sich Tatpersonen nicht sicher in der Anonymität des Netzes fühlen.

Jetzt handeln

Gegen digitale Gewalt

Sie sind selbst von digitaler Gewalt betroffen oder fragen sich, wie Sie anderen Betroffenen helfen können? Hier finden Sie Tipps, was Sie tun können:

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Sie möchten mehr über Formen von digitaler Gewalt wissen? Hier finden Sie Informationen.

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