Digitale Gewalt: So stehen Sie Betroffenen bei

Digitale Gewalt im Internet oder über soziale Medien ist im Alltag weit verbreitet. Gut zu wissen: Viele Täter und Täterinnen hören auf, wenn sie merken, dass das Ziel ihrer Angriffe Unterstützung erhält.

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Angriffe aus der virtuellen Welt gehen uns alle an

Digitale Gewalt betrifft viele Menschen und ist gerade in jüngeren Altersgruppen weit verbreitet. Jede und jeder dritte Jugendliche kennt Fälle aus dem eigenen Umfeld.

Ein wichtiger erster Schritt ist es, der betroffenen Person Unterstützung anzubieten. Viele Täter und Täterinnen hören auf, wenn sie merken, dass das Ziel ihrer Angriffe Unterstützung erhält.

Die Gefahr solcher Angriffe sinkt, wenn sich die Gesellschaft klar gegen Gewalt positioniert und gegen jede Form konsequent vorgeht.

Die ersten Schritte: So können Sie vorgehen

  • Sichern Sie Beweise: Machen Sie Screenshots oder drucken Sie die entsprechenden Beiträge aus. Sie machen sich damit nicht strafbar. Speichern Sie mögliche Beweise auf einem separaten Datenträger. Ein Sonderfall bildet Kinderpornografie, diese dürfen Sie weder besitzen noch auf anderen Datenträgern speichern oder gar verbreiten.
  • Sprechen Sie Betroffene an: Informieren Sie die betroffene Person über die vertraulichen oder intimen Beiträge, die Sie erhalten haben. Fragen Sie die Person, welche Art von Hilfe sie sich wünscht.
  • Informieren Sie sich über juristische Möglichkeiten: Unter Umständen sind Sie verpflichtet einzugreifen, etwa wenn die Täter oder Täterinnen aus Ihrem Unternehmen stammen. Auch als Angehörige, Arbeitgeber/in oder als Zeug/in haben Sie das Recht auf Beratung.
  • Zeigen Sie die Aufnahmen oder Beiträge nicht weiter: Auch wenn Sie sich mit Freunden, Bekannten oder im Kollegenkreis über Ihr Vorgehen beraten, wahren Sie den Schutz der betroffenen Person.
  • Achten Sie die Wünsche der betroffenen Person: Digitale Gewalt sollte angezeigt werden. Sie können und sollten der betroffenen Person raten, sich an die Polizei zu wenden – und anbieten, mitzukommen. Sie sollten das aber nicht gegen den Willen der Betroffenen auf eigene Faust tun.

Und wer hilft mir? Ihr Weg zu Beratung und Unterstützung

Es ist mutig, in Fällen digitaler Gewalt einzugreifen. Sie verdienen Respekt. Dabei ist es aber völlig normal, wenn Sie sich unsicher fühlen. Auch Sie haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung.

Erste Ansprechpartner sind:

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ und Frauenberatungsstellen

 

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