Gewalt in der Öffentlichkeit: Schreiten Sie ein

Gewalt in der Öffentlichkeit geht jeden an. Sie sind verpflichtet, zu helfen – ohne sich selbst zu gefährden.

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Bei öffentlichen Übergriffen aktiv werden und sicher handeln

Viele Menschen, die Gewalt in der Öffentlichkeit erleben, fühlen sich überfordert. Der Umgang mit Gewalt wird zu selten thematisiert, Handlungsmöglichkeiten werden nicht aufgezeigt. Es ist normal, verunsichert zu sein und Angst zu haben. Dennoch ist es wichtig, sich aktiv gegen Gewalt zu stellen. Denn Täterinnen oder Täter üben Gewalt an Frauen aus, weil sie damit rechnen, keinen Widerstand zu erfahren. Wer Gewalt in der Öffentlichkeit erlebt, ist verpflichtet, zu helfen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Das Mindeste, was jede und jeder tun kann: den Notruf wählen.

Der erste Schritt: Warum Sie den Anfang machen sollten

Bei Gewalt in der Öffentlichkeit werden oft mehrere Menschen Zeuginnen und Zeugen – so glaubt jeder, dass jemand anderes schon eingreifen wird. Letzten Endes greift dann oft niemand ein. Die Erfahrung zeigt aber: Wenn eine Person aktiv wird, helfen in der Regel auch die anderen Umstehenden.

Gewalt beenden: Das können Sie tun

  • Alarmieren Sie die Polizei. Rufen Sie dem Täter oder der Täterin zu, dass Sie die Polizei verständigt haben.
  • Schreien Sie laut, erregen Sie Aufmerksamkeit. Das bringt viele Täter oder Täterinnen aus dem Konzept. Unter Umständen reicht das schon, um die Gewalt zu beenden.
  • Sprechen Sie die betroffene Person an. Signalisieren Sie, dass Sie eingreifen. Fragen Sie, was die betroffene Person braucht und bieten Sie ihr an, zu Ihnen zu kommen. Verlassen Sie gegebenenfalls zusammen mit der betroffenen Person den Platz.
  • Sprechen Sie andere Menschen an. Fordern Sie konkrete Personen zu konkreten Handlungen auf, etwa die Polizei zu rufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln das Fahrpersonal zu kontaktieren.
  • Prägen Sie sich Körpermerkmale des Täters oder der Täterin ein. Stellen Sie sich anschließend als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung.
  • Greifen Sie den Täter oder die Täterin weder verbal noch körperlich an und halten Sie sie nicht auf, wenn sie flüchten.

Und wer hilft mir? Ihr Weg zu Beratung und Unterstützung

Es ist mutig, bei Gewalt in der Öffentlichkeit einzugreifen. Sie verdienen Respekt. Und es ist normal, wenn Sie sich unsicher fühlen oder aufgewühlt sind. Sie sind damit nicht allein. Auch Sie haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung.

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