Schluss mit Gewalt: Erste Schritte für Täter oder Täterinnen

Wenn Sie sich gegen Gewalt entscheiden, stehen Ihnen viele Beratungs- und Hilfsangebote zur Verfügung. So machen Sie den ersten Schritt.

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Stopp! So können Täter oder Täterinnen ihr Verhalten ändern

Es liegt bei den Tätern und Täterinnen, sich bewusst gegen Gewalt zu entscheiden.

Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können sich auf Hilfe und Unterstützung verlassen – durch Frauenhäuser, Beratungs- und Hilfsangebote und die Polizei. Aber auch für Täter und Täterinnen, die ihr gewalttätiges Verhalten beenden wollen, stehen Beratungs- und Hilfsangebote zur Verfügung.

Klar ist: Täter oder Täterinnen sind für ihr Verhalten selbst verantwortlich. Nichts, was die von Gewalt betroffene Person gesagt oder getan hat, rechtfertigt gewalttätiges Verhalten.

Gewalt schadet auch Ihnen: 3 Gründe, sich Hilfe zu suchen

  • Durch gewalttätiges Verhalten verletzen Sie Menschen, die Ihnen nahestehen. Sie bedrohen oder zerstören die körperliche und seelische Gesundheit Ihrer Partnerin, indem Sie ihr gegenüber gewalttätig werden und gefährden damit auch unmittelbar Ihre Partnerschaft. Auch Ihre Kinder – selbst, wenn sie dies „nur“ als Zeugen miterleben – werden durch gewalttätiges Handeln geschädigt.
  • Gewalttätiges Verhalten ist erlernt. Sie haben die Macht, dem etwas entgegenzusetzen, neue Formen der Konfliktlösung sowie Beziehungsmuster zu lernen.
  • Die meisten Formen von Gewalt an Frauen sind strafrechtlich relevant. Sie müssen damit rechnen, zur Verantwortung gezogen und verurteilt zu werden.

Verantwortung und Augenhöhe: So funktionieren Beratungs- und Hilfsangebote

Es gibt viele Hilfsangebote für Menschen, die Gewalt ausüben. Die geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Täterarbeitseinrichtungen helfen Ihnen, Ursachen für Ihr gewalttätiges Verhalten zu finden und einen besseren Umgang mit Wut, Konflikten und Gewalt zu entwickeln. Sie unterstützen Sie dabei, gewalttätiges Verhalten nachhaltig zu beenden. Dort werden Sie respektiert und man achtet Ihre Persönlichkeit.

Die wichtigste Voraussetzung dabei ist: Sie übernehmen die Verantwortung für Ihr Verhalten.

Bei aktiver und offener Mitarbeit erhöhen Sie Ihre Beziehungskompetenz. So kann eine Partnerbeziehung auf Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitiger Akzeptanz entstehen.

Und wer hilft mir? Ansprechpartner für gewalttätige Partner, die etwas ändern wollen

Über die Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt finden Sie Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Das Bundesforum Männer hat ein Internetangebot erstellt, über das Sie Einrichtungen finden, die sich an gewalttätige Männer richten.

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