Digitale Gewalt: Treten Sie Angriffen entgegen

Digitale Gewalt greift Betroffene auf unterschiedlichen online Kanälen an. Per Chat, E-Mail oder in Sozialen Netzwerken. In den meisten Fällen lässt sich die Gewalt unterbinden. Viele Stellen helfen Ihnen dabei.

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Attacken aus dem Web: Das Schweigen brechen

Beleidigungen in den sozialen Netzwerken, belästigende SMS, E-Mails mit pornografischen Inhalten: Digitale Gewalt kann Betroffene jederzeit und überall erreichen, die Angriffe demütigen Betroffene oft vor einer großen Öffentlichkeit und Täter und Täterinnen können anonym agieren. Jede zehnte Frau ab 15 Jahren hat schon einmal digitale Gewalt erfahren.

Fachkräfte bei Beratungsstellen und Polizei raten dazu, in jedem Fall gegen die Angriffe vorzugehen. Viele Täter und Täterinnen hören auf, wenn sie merken, dass sich die angegriffene Person wehrt.

Der wichtigste Schritt: Beenden Sie Ihr Schweigen

Viele Menschen, die digitale Gewalt erleben, berichten, dass sie lange Zeit nichts dagegen unternommen haben. Sie haben gehofft, dass die Angriffe einfach irgendwann aufhören.
Das passiert jedoch so gut wie nie. Auch digitale Gewalt wiederholt sich. Viele Täter und Täterinnen nutzen die Zeit, um ihre Angriffe fortzusetzen und zu verstärken.
Schnelles Handeln ist vor allem dort geboten, wo es um falsche Behauptungen, private Daten, intime Aufnahmen oder Ähnliches geht. Hier sollte die Weiterverbreitung so früh wie möglich gestoppt werden.

Auswege aus der Gewalt: 5 Tipps, die Sie sofort umsetzen können

  • Suchen Sie sich Vertrauenspersonen in Ihrem Umfeld. Alternativ hilft Ihnen auch eine Frauenberatungsstelle weiter. Sprechen Sie aktiv über die Situation. Das Gespräch kann Ihnen die wichtige Bestätigung geben, dass Sie Opfer von Gewalt geworden sind – und dass dafür allein die Täterin oder der Täter die Verantwortung trägt.
  • Dokumentieren Sie die Gewalt: Machen Sie Screenshots. Drucken Sie diffamierende E-Mails oder Privatnachrichten aus. Speichern Sie alle relevanten Daten auf einem separaten Träger. Dabei kann Ihnen auch die Polizei oder ein IT-Sicherheitsunternehmen helfen.
  • Sperren Sie die Täter: Viele Accounts in den sozialen Medien haben eine Sperr- oder Blockierfunktion. Melden Sie Beiträge mit digitaler Gewalt den Betreibern der Seite oder der Plattform.
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Hier erhalten Sie ersten Rat – und den Kontakt zu einer Beratungsstelle in Ihrer Umgebung.
  • Lassen Sie sich von kompetenten Ansprechpartnern in einer Frauenberatungsstelle oder einem Opferschutzverband beraten.

Auf einen Blick: Hier erhalten Sie sofort Hilfe und Beratung

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